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Die Mundharmonika

Die Harmonika ist ein Blasinstrument und ein Lamellophon, das im Hinblick auf die Tonerzeugung sehr eng mit dem Akkordeon verwandt ist. Sie wurde im Jahre 1821 von Christian Friedrich Buschmann entworfen. Statt eines Balgs wird der Ton mit dem Mund erzeugt, indem man an den Öffnungen bläst oder zieht. Der Luftstrom, der somit durch die Öffnungen fließt, wird zu den Stimmzungen geleitet, wodurch diese anfangen zu vibrieren und zu klingen. Die Mundharmonika ist in der Regel wechseltönig, das heißt Blasen und Ziehen erzeugen einen anderen Ton.

Diese einfachen Mundharmonikas sind diatonisch: sie enthalten nur Töne einer bestimmten Dur oder Moll Skala.


Das Innenleben / der Aufbau einer Mundharmonika

Tremolo (diatonisch)

Die Tremolo-Mundharmonika hat zwei Reihen mit Löchern. Die übereinander liegenden Öffnungen sind auf denselben Ton gestimmt, jedoch mit einer minimalen Abweichung, sodass ein Tremoloeffekt (Variation der Lautstärke) zu hören ist. Der Spieler kann aber auch das untere Loch mit der Zunge verschließen, um diesen Effekt zu unterdrücken.

Richter (diatonisch)

Entfernt man bei einer Tremolo Mundharmonika die Trennwände zwischen jeweils vier Löchern, erhält man eine Richter Mundharmonika. In diesem System gibt es keinen Tremoloeffekt. In jedem Loch können wieder 2 Töne durch Blasen und Ziehen erzeugt werden. Die Akkordmöglichkeiten sind die Gleichen wie die der Tremolo Mundharmonika.

Die Blues-Harp, aus der Gruppe der Richter gestimmten Mundharmonikas, hat in ihrer Standardausführung 10 Löcher. Sie wird vor allem im Blues und in der deutschen Volksmusik verwendet. Der Tonumfang liegt bei drei Oktaven, 19 verschiedenen Noten, davon 10 Zieh- und 10 Blastönen, wobei 2 Ziehen und 3 Blasen in dem gleichen Ton gestimmt sind. Durch spezielle Spieltechniken (Bendings und Overblows) können die fehlenden Halbtöne erzeugt werden.

In den oben gezeigten Beispielen war immer eine Mundharmonika in C zu sehen. Eine Mundharmonika mit dem Grundton C ist nur geeignet, um auch in der Tonart C zu spielen, da die Halbtöne fehlen. Allerdings gibt es Richter Mundharmonikas in allen 12 Tonarten.

Bei Aufführungen und Studio-Aufnahmen wird der Klang der Blues-Harp oft verstärkt und auch mitunter bearbeitet. Manchmal werden auch Effektpedale hinter die Mundharmonika und das Mikrofon geschaltet.

Zu den Blues Harp Techniken gehören das Benden und das Vibrato, ähnlich wie die gleichnamigen Gitarren-Techniken.

Chromatisch

Eine chromatische Mundharmonika ist eine Mundharmonika, die eine chromatische Tonleiter (alle ganzen und halben Töne) zu spielen erlaubt (was auf einer diatonischen Mundharmonika hingegen nicht der Fall ist). Eine chromatische Mundharmonika kann in der Größe von 2 bis zu 4 Oktaven variieren. Auf einer chromatischen Mundharmonika kann in allen Tonarten gespielt werden.

Bijzondere mondharmonica's

Eine Akkord Mundharmonika ist eine Mundharmonika, in der vier Löcher gleichzeitig gespielt werden, um alle wichtigen Dur und Moll-Akkorde zu spielen. Die siebten übermäßigen und verminderten Akkorde erhält man durch Ziehen. Das Instrument wird in der Regel in Verbindung mit der Bassmundharmonika verwendet.

Eine Bassmundharmonika wird speziell für einzelne Töne im Bassbereich verwendet. Das Instrument wird insbesondere in Trios (wie das Hotcha Trio und Fata Morgana) bis hin zu großen Mundharmonika Orchestern eingesetzt. Auf der Bassmundharmonika wird nur geblasen.

Mundharmonika Orchester

Es gibt zwei verschiedene Arten von Mundharmonika Orchestern:

Diatonische Orchester
Die Mitglieder sind in der Regel so eingeteilt, dass mehrere diatonische Instrumente mit unterschiedlichen Tonarten zum Einsatz kommen. Der sogenannte ''Wender'' besitzt sechs verschiedene Instrumente, die in Sternform miteinander verbunden sind, so dass die Tonart schnell gewechselt werden kann.

Chromatische Orchester
Sie sind ebenfalls in mehrere Gruppen aufgeteilt, manchmal 11 verschiedene, in denen von der chromatischen Mundharmonika Gebrauch gemacht wird. Für die tiefen Melodien gibt es Tenor Mundharmonikas (mit einem Tonumfang von 3 Oktaven) oder die größeren Mundharmonikas mit einem Tonumfang von 4 Oktaven. Für die höheren Stimmen werden auch kleinere chromatische Mundharmonikas verwendet. Zur Unterstützung wirken die Bass- und Akkordmundharmonika mit.

Die Bandbreite der Musik reicht von bekannten Stücken bis zu klassischen Werken auf hohem Niveau, von Unterhaltungsmusik zu eigens neu komponierten Stücken.

Viele Orchester sind Mitglieder der NOVAM, der niederländischen Organisation für Akkordeons und Mundharmonikas.

Die Mundharmonika in der klassischen Musik

Es gibt wenig Literatur für die Mundharmonika in der klassischen Orchesterbesetzung bzw. in der Kammermusikformation, insbesondere nicht von bekannteren Komponisten. Jedoch hat die Mundharmonika dank Toots Thielemans den Status eines Solokonzertinstruments (1995: Konzert für Mundharmonika) erhalten.

Gordon Jacob beispielsweise schrieb ein "Divertimento für Mundharmonika und ein Streichquartett".

Die Mundharmonika ist ein Instrument, das auf der ganzen Welt verbreitet ist, und es war das erste Instrument, welches von Menschen außerhalb der Atmosphäre gespielt wurde (Astronaut Walter Schirra in Gemini VI, 1966).


Schirra spielte die "Little Lady" (3,5 cm)